SV Rhenania U23: Verein arbeitet am Klassenerhalt

Nach dem überraschenden Rücktritt von Trainer Marc Wittstamm befindet sich der SV Rhenania in einer unerwarteten und herausfordernden Situation. Anstatt wie ursprünglich geplant einen neuen Trainer für die kommende Saison zu suchen, musste der Verein schnell handeln und eine Lösung finden, um den Betrieb bis zum Saisonende aufrechtzuerhalten. Samuel Kahnert, der bisher die B-Jugend des Vereins betreut hat, übernimmt nun das Zepter und wird versuchen, die Mannschaft aus ihrer Krise zu führen.

Özay Kaymakci, Geschäftsführer des SV Rhenania, erklärte, dass der Vorstand bereits Gespräche mit verschiedenen Trainern geführt hatte, allerdings erst für die neue Saison. Marc Wittstamm hatte zuvor signalisiert, dass er kürzer treten und aufhören wollte. Doch plötzlich kam alles anders: “Marc hat uns spontan angesprochen, und jetzt mussten wir schnell reagieren”, so Kaymakci. Die Wahl fiel auf Samuel Kahnert, der bereits als B-Jugendtrainer gute Arbeit geleistet hatte und zudem angedeutet hatte, im Seniorenbereich als Trainer tätig zu werden. “Mit Samuel haben wir nun die schnellste und einfachste Lösung gefunden”, so Kaymakci weiter. Der Geschäftsführer würdigte zudem Wittstamms Einsatz: “Marc hat sich immer reingehängt und alles für den Verein gegeben. Dafür danken wir ihm.” Für Samuel Kahnert, der nun die Verantwortung für die U23 übernimmt, beginnt eine ganz neue Herausforderung. Die Situation ist ernst, denn die Mannschaft steht im Abstiegskampf der A-Liga. “Mit dem Restprogramm und der derzeitigen Abstiegsregelung der Bezirksligisten wird es schwierig werden. Wir hoffen, dass Samuel den Jungs neue Motivation einhauchen und taktisch etwas bewirken kann”, so Kaymakci.

Unterstützung kommt aus der A-Jugend und Erste Mannschaft

Der Geschäftsführer stellt klar, dass es darum geht, so viele Spiele wie möglich zu gewinnen und sich nicht auf die Hoffnung zu verlassen, dass nur wenige Mannschaften aus dem Kreis der Bezirksligisten absteigen. Trotz der schwierigen Lage gibt es auch positive Aspekte, die dem Verein Hoffnung machen. Kaymakci betonte, dass seit April einige Spieler aus der A-Jugend hochgezogen werden können, um die erste Mannschaft zu verstärken. Auch die Möglichkeit, Spieler aus der Ersten Mannschaft abzuziehen, wird in Betracht gezogen. “Stefan wird schauen, wer eventuell aus der Ersten runter kann, um zu helfen”, erklärte Kaymakci. “Die U23 soll nicht vernachlässigt werden, trotz der Aufstiegsmöglichkeiten der Ersten Mannschaft”, so der Geschäftsführer weiter. Die Saison in der Jugend endet in vier Wochen, was bedeutet, dass die jungen Talente keine Doppelbelastung haben und sich auf die Endphase der Saison in der Kreisliga A konzentrieren können. Dies könnte für Kahnert und seine Mannschaft ein entscheidender Vorteil sein, da die frischen Kräfte aus der Jugend sicherlich zusätzliche Energie und Motivation bringen könnten. Die erste Trainingswoche unter Kahnert verlief bereits vielversprechend.

Der neue Trainer zeigte sich zufrieden mit dem Verlauf: “Für mich ging jetzt alles schneller als gedacht. Natürlich ist es schade, dass Marc aufgehört hat, aber es macht Spaß, mit den Jungs zu arbeiten.” Kahnert konnte 18 Spieler zum Training begrüßen, und das Feedback aus der Mannschaft war positiv. “Die Jungs sind motiviert, und wir sind bereit, den Kampf anzunehmen”, so der neue Übungsleiter. Für den SV Rhenania geht es nun darum, Woche für Woche alles zu geben und die verbleibenden Spiele mit der nötigen Einstellung und Energie zu bestreiten. “Wir werden in jeder Trainingseinheit hart arbeiten und von Spiel zu Spiel denken. Ich kann zwar nicht zaubern, aber anscheinend habe ich etwas von meinem Opa und Vater in die Wiege gelegt bekommen”, so Kahnert, der mit seiner kämpferischen Einstellung die Mannschaft mitreißen will.

Kein einfaches Restprogramm für die U23

Am Sonntag steht für die abstiegsbedrohten Rhenanen das nächste wichtige Spiel an: Auswärts geht es gegen den Tabellen-Dritten Sterkrade-Nord II. Für Kahnert und die Mannschaft sicherlich kein leichter Auftakt, aber der neue Trainer gibt sich optimistisch: “Wir sind bereit für Sonntag, und dann schauen wir nach dem Spiel, was wir mitnehmen.” Es wird ein hartes Stück Arbeit für Kahnert und sein Team, doch die Hoffnung auf eine Wende lebt – nicht zuletzt durch die Motivation und den frischen Wind, den der neue Trainer in die Mannschaft bringt.

Das Restprogramm mit den aktuellen Tabellenpositionen der Gegner:

Sterkrade-Nord II (3./A)
BV Osterfeld (12./H)
Dostlukspor (2./A)
TSV Safakspor (10./H)
VFR 08 Oberhausen (6./A)
SC Eintracht (14./A)
SC Buschhausen II (11./A)
Arminia Klosterhardt II (13./H)

Mattes

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