
Eine coole Idee der 2G24C: Nach Vorbild der TV-Kochshow „Grill den Henssler“ forderten die Schülerinnen und Schüler im Unterrichtsfach „Fachpraxis Hauswirtschaft“ ihren Lehrer, Küchenmeister Andreas End, zum Kochduell. Klassenlehrerin Lisa Rohde lies sich nicht lange bitten, den Rainer-Calmund-Job als Verkosterin und Jurorin zu übernehmen.
Die Aufgabe: Die Kontrahenten sollten ein Drei-Gang-Menü kochen. Vorspeise: Bruschetta mit Tomate; Hauptgang: Filetsteak mit Folienkartoffel und Gemüse- oder Salatbeilage; Dessert: Schokoküchlein mit flüssigem Kern. In die Bewertung flossen Geschmack und Aussehen der angerichteten Speisen. Die Speisen sollten zudem pünktlich und mit angemessener Temperatur auf den Tisch.

Zur Freude der Schülerinnen und Schüler votierte Lisa Rohe bei der Vorspeise zugunsten ihrer Klasse. Zwar hatte der Profi-Koch das Brot geröstet, warm und kross auf den Teller gebracht, sein Schachzug die Tomaten zu häuten und sie dafür zuvor kurz zu blanchieren ging allerdings nach hinten los. Mit der Konsistenz traf er nicht ganz den Gusto der Jurorin. „Geschmacksache“, schulterzuckte Andreas End hensslerisch und nahm es sportlich.



Das auf den Punkt gegarte, saftige, lutschweiche Steak des Küchenmeisters verputzte Rohde allerdings schneller als es gegrillt war. Klare Sache: Ausgleich. Das Schokoküchlein wurde nun zum Zünglein an der Waage. Mit Geschmack, Fluffigkeit und Optik sowie einem spontan gezauberten Beerenkompott on top schien der Dessertteller des Küchenmeisters mit jahrzehntelanger Gastro-Erfahrung (u.a. Overbeckshof, Restaurant Haus Lindemann) uneinholbar, doch weil auch bei ihm der Kern nicht mehr flüssig war, fällte die Klassenlehrerin ein salomonisches und pädagogisches Urteil: „Die Schülerinnen und Schüler haben sich so gut geschlagen, sie haben sich ein Unentschieden verdient.“
Die Klasse freute sich enorm. Schülerin Mandy Kerl bedankte sich, „dass Herr End sich dem Battle gestellt und so einen spannenden Unterricht mitgemacht hat.“ Auch Andreas End war stolz auf die Leistung seiner Schützlinge: „Ich war sehr erfreut, wie sie sich heute organisiert haben. Jeder hat seine Aufgabe strukturiert und ruhig abgearbeitet. Wenn das immer so klappen würde, wäre prima. Ich glaube, heute hatten alle viel Spaß. Es würde mich sehr freuen, wenn sie die Freude am Kochen behalten würden.“
(c) Text & Fotos: Berufskolleg Bottrop