St. Cyriakus begrüßt Menschen in ihrer neuen Wohnung mit Brot und Salz

Christiane Hartung (l.) und Britta Walkowiak

„Brot und Salz – Gott erhalt’s“ – mit diesem Wunsch werden jetzt Menschen, die in der Pfarrei St. Cyriakus eine neue Wohnung bezogen haben, begrüßt. Passend dazu erhalten sie einen Gutschein für ein Brot der Bäckerei Sporkmann, ein Tütchen Salz und einen Brotbeutel. Ein dazugelegtes Anschreiben wünscht den Menschen für den neuen Lebensabschnitt alles Gute.

„Wir wissen, dass so ein Umzug oft mit vielen Anstrengungen und Veränderungen verbunden ist“, sagt Gemeindereferentin Britta Walkowiak. „Da tut ein freundlicher Gruß und ein guter Wunsch oft gut.“ Deshalb hat das Pastoralteam diese Idee entwickelt und umgesetzt. „Zugleich gibt uns das die Möglichkeit, neu Zugezogenen zu zeigen, zu welcher Pfarrei sie gehören und wie wir zu finden sind“, ergänzt Gemeindereferentin Christiane Hartung. Die Willkommenspakte werden von ihnen und ehrenamtlichen Helfern zu den Menschen in ihr neues Zuhause gebracht. Für das vergangene Jahr sind das 386 Briefe. Zukünftig werden die Willkommenspakete quartalsweise verteilt.

„Wir hoffen, dass das kleine Geschenk noch lange Freude macht“, erklärt Christiane Hartung. Auch wenn der Gutschein eingelöst und Brot und Salz aufgebraucht sind, werde der Beutel aus Stoff sicherlich nicht weggeworfen und könne stattdessen weiter genutzt werden. Die überlieferte Tradition, Menschen in ihrer neuen Wohnung Brot und Salz zu schenken, greife alte Zeichen auf, die „tief mit unserem Leben verbunden sind“, erinnert das Grußschreiben. Brot sei ein grundlegendes Lebensmittel, das nie fehlen solle. Salz gebe Geschmack und könne haltbar machen, als Wunsch für Gutes und Verlässliches im Leben.

„Gleichzeitig lenkt der Wunsch ,Brot und Salz – Gott erhalt’s‘ den Blick auf Jesus“, erinnert Britta Walkowiak. „Ihr seid das Salz der Erde“, habe Jesus zu seinen Jüngern gesagt, sich selbst als das „Brot des Lebens“ bezeichnet. Um die Herausforderungen des Lebens zu bewältigen, könne Jesus Hilfe und Kraft sein. Und eine Ermutigung, die eigenen Möglichkeiten und Gaben für andere einzusetzen, denn jeder Mensch habe nicht nur für sich und seinen kleinen Kreis Bedeutung, sondern auch für die Gemeinschaft um ihn herum. „So bauen wir gemeinsam Nachbarschaft, Gemeinde und auch Stadtgesellschaft.“

Deshalb sei es dem Pastoralteam wichtig, Wertschätzung auszudrücken und ein Angebot zu machen, gerade in einer Zeit, in der viele das Gefühl haben, dass Kirche ihnen ferner rückt. Die Willkommenspakete zu packen und zu verteilen, sei für die Pfarrei mit einem erheblichen, nicht zuletzt auch finanziellen Aufwand verbunden. Doch Christiane Hartung macht deutlich: „Das ist es uns wert. Es ist eine Investition in Menschen.“

(c) Text: Ulrike Beckmann/Propstei St. Cyriakus

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