A42: Brücken-Sperrung bleibt erstmal

Seit Montag, 11. Dezember, ist die A42 im Abschnitt zwischen der Anschlussstelle Bottrop-Süd bis zum Autobahnkreuz Essen-Nord in beiden Fahrtrichtungen voll gesperrt. Hintergrund sind Erhaltungsarbeiten der Autobahn GmbH an der Rhein-Herne-Kanalbrücke. Ursprünglich war geplant, dass die Arbeiten und damit verbundenen Einschränkungen bis Samstag, 16. Dezember, bzw. Dienstag, 19. Dezember, 5 Uhr andauern. Die Autobahn GmbH hat nun mitgeteilt, dass die Vollsperrung bis auf Weiteres bestehen bleiben muss. Im Zuge der Schadensanalyse und weiteren Untersuchungen im Rahmen der Instandsetzung seien weitere Schäden an Brückenhängern aufgetreten, die mit neuester Technik festgestellt und bewertet werden müssen.

Die nächsten Wochen werden Drohnen in den Brückenbogen eingesetzt, um auch Aussagen zum Inneren des nicht begehbaren Bogenkastens zu bekommen. In den nächsten Tagen sollen daher sämtliche Hänger untersucht und detektierte Schäden an der Brücke näher erfasst und anschließend saniert bzw. schweißtechnisch instandgesetzt werden. Darüber hinaus wird ein umfängliches elektronisches Monitoring-System installiert, damit kleinste Veränderungen an der Brücke unmittelbar festgestellt werden können, wenn der Verkehr wieder fließt. Dazu zählt auch der Aufbau einer Wiege- und  Schrankenanlage zur Kontrolle des Verkehrs. Das erlaubt es, die Brücke für PKW, die die Infrastruktur weniger stark belasten als der Schwerverkehr, schneller wieder zu öffnen.

Langfristiges Ziel der Autobahn GmbH sei es, die Brücke so zu stabilisieren, dass möglichst viel Verkehr fließen kann, bis der geplante Neubau der Brücke steht.

Aufgrund der andauernden Sperrung prüft die Stadt Bottrop verkehrsleitende Maßnahmen, um die Verkehrssituation im Bottroper Süden zu verbessern.

Oberbürgermeister Bernd Tischler weiß darum, dass alle Beteiligten von der Autobahn GmbH über die Städte Essen und Bottrop bis hin zu weiteren Behörden und Interessenvertretern sich gemeinsam intensiv bemühen, die anstehenden Probleme möglichst wenig belastenden Lösungen zuzuführen, vor allem im Zuge der Belastungen von Bürger*innen durch die Umleitungs- und Schleichverkehre, Der OB macht sich aber auch Sorgen wegen des Wirtschaftsstandortes Bottrop mit Blick beispielsweise auf eine langanhaltende Sperrung der A42 für den LKW-Verkehr.

Jetzt suchen