
Auf digitaler Ebene konnten sich Schülerinnen und Schüler aus Bottrop ein Bild von den Berufen in der Stadtverwaltung machen
Zu den bundesweiten Aktionstagen am 22.04.2021 erstellte der Arbeitskreis „Girls‘ Day und Boys‘ Day“ der Stadt Bottrop kurzfristig ein digitales Angebot – mit großem Erfolg. Viele Plätze waren bereits innerhalb weniger Stunden ausgebucht.
Die Kommunale Koordinierungsstelle „Kein Abschluss ohne Anschluss“ (KAoA), der Ausbildungsleiter der Stadt Bottrop und die Gleichstellungsstelle erarbeiteten mit der tatkräftigen Unterstützung verschiedener Fachämter und Fachbereiche ein Konzept für digitale Veranstaltungen zum diesjährigen Girls‘ Day und Boys‘ Day.
Die Aktionstage bringen die Schülerinnen und Schüler dazu, sich ganz bewusst mit „rollenuntypischen“ Berufen auseinanderzusetzen, aus dem breiten Studien- und Ausbildungsangebot zu schöpfen und so die besten Möglichkeiten für ihre Zukunft zu erschließen. Engagierte Beschäftigte der Stadtverwaltung sowie Auszubildende der Stadt Bottrop bereiteten die Ausbildungsinhalte und –abläufe auf, erläuterten in Vorträgen, mit Präsentationen und in Gruppengesprächen die jeweiligen Ausbildungsberufe und standen für die Fragen der insgesamt rund 60 Schülerinnen und Schüler parat.
Mädchen konnten sich über eine Ausbildung zur Fachinformatikerin – Systemintegration, Fachkraft für Straßen- und Verkehrstechnik, Bauzeichnerin der Fachrichtung Architektur, Gärtnerin der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau oder Fachkraft für Abwassertechnik informieren. Für Jungen gab es Einblicke in den Verwaltungsberufen des Bachelor of Laws, des Verwaltungswirtes und des Verwaltungsfachangestellten sowie in den Beruf des Veranstaltungskaufmannes und des Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste.
Der Girls‘ Day und der Boys‘ Day sind bundesweite Aktionstage, der Girls Day ist das größte Berufsorientierungsprojekt für Schülerinnen weltweit.
Aktuelle Statistiken belegen, dass Mädchen nach wie vor häufiger Berufe erlernen, die traditionell eher Frauen zugeschrieben werden. Auch Jungen entscheiden sich öfter für Berufe, die vermeintlich „typisch männlich“ sind.
Die Orientierung an individuellen Interessen, Talenten und Fähigkeiten ist für faire Chancen und gute Perspektiven im späteren Beruf aber von großer Bedeutung. Die Auswahl des Studiums oder Ausbildungsberufes darf sich deshalb nicht auf tradierte Rollenbilder stützen, sondern sollte aus einem möglichst umfassenden Berufswahlspektrum erfolgen.
Ein besonderer Dank des Arbeitskreises gilt den Mitarbeiterinnen, Mitarbeitern und Auszubildenden der Stadt Bottrop, die für die Durchführung der jeweils eineinhalbstündigen digitalen Informationsangebote kurzfristig eigenständig Inhalte erarbeitet und Ideen entwickelt und umgesetzt haben.
Text: Stadt Bottrop